Monatsrückblick April 2026: Heiter weiter

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Beim Schreiben vo

Projekt des Monats: Körper meets Arbeitsalltag

Seit Februar habe ich im Rahmen einer TZ-Stelle einen neuen Aufgabenbereich als Bildungsreferentin übernommen, und zwar die Trainereinsatzplanung für die Umschulungen der Industriekaufkeute und für die Aufstiegsfortbildungen der Wirtschafts- und Industriefachwirte sowie Büro- und Projektorganisation. Der Februar stand ganz unter dem Motto der Einarbeitung und Druckbetankung. In meinem Monatsrückblick Februar hatte ich darüber berichtet. Anfang März hatte meine Kollegin, die ich für ein Jahr vertreten werde, ihren letzten Arbeitstag. Somit war im März nicht nur der gefühlte doppelte Boden in Form meiner Kollegin weg, sondern er stand im Zuge dessen auch ganz unter dem Motto der Bewährungsprobe, die ich im dauer Adrenalinrausch ganz gut gemeistert habe.

Jetzt im April ging es darum, weiter zu lernen und vor allem auch noch mehr anzukommen. Mir ist aufgefallen, dass seit Mitte April mein Adrenalinpegel sich nicht mehr im Dauerhoch befand und auch nicht mehr bei jeder Kleinigkeit sofort komplett hochschoss. Es ist immer noch viel und wild und mein Eindruck konkretisiert sich, dass der Workload sich nicht nur viel anfühlt, weil vieles für mich neu ist, sondern dass es einfach tatsächlich viel zu tun gibt. Aber ich spüre so langsam ersten Boden unter den Füßen. Wie tragfähig der ist, wird sich noch rausstellen 😉

Beobachtungen aus meinem Fokus-Projekt im April

Mein Monatsprojekt ist anders verlaufen, als ich es mir vorgenommen hatte. Mein Plan war, mich darin zu üben, auch bzw. GERADE bei hohem Workload so oft wie möglich in den Körper zu kommen und auch dort zu bleiben. Das ist völlig danebengegangen, denn genau das ist mir gefühlt sowas von überhaupt nicht gelungen.

Dachte ich 😉

Den Arbeitsalltag verbringe ich aktuell noch zu nahezu 100% im Kopf und/oder im Außen. Interessanterweise muss ich aber wohl trotzdem gut mit mir verbunden gewesen sein, denn nur DANN kann ich sowas BEMERKEN. Wenn ich nicht mit mir verbunden wäre, würde ich nicht merken, wo ich mich denn eigentlich befinde. Mit sich verbunden zu sein heißt also nicht, konstant präsent in sich zu RUHEN. Es kann ebenso bedeuten, ganz bewusst mitzubekommen, dass man gerade sehr aktiviert, oder auch völlig außer sich ist, oder dass man sich einen Großteil des Tages im Kopf befindet – der ja letztlich auch ein Teil des Körpers ist 😉

Solange es mir immer wieder bewusst wird, dass das so ist, sprich: dass meine Arbeit aktuell (noch) dazu führt, dass ich viel im Kopf und im Außen unterwegs bin, ist das ok – zumindest für eine gewisse Zeit. Und auch das kann regulierend aufs Nervensystem wirken: mir da nicht noch zusätzlichen Druck zu machen, sondern anzunehmen, dass das (noch) so ist.

Zusammenfassung der Monatsprojekte Februar, März und April

Mir ist bewusst geworden, dass ich die Beobachtungen, die ich auf Nervensystemebene in meinem Arbeitsalltag gemacht habe, im Grunde auf das Leben an sich übertragen kann. Wir leben in einer Welt, die uns überschüttet mit Informationen. Und ich wette, dass das in den nächsten Jahren noch rasant zunehmen wird. In den letzten drei Monaten konnte ich an mir selbst sehr genau beobachten und wahrnehmen, wie mein Nervensystem auf eine Flut an Informationen und ein Meer an schier endlosen neuen Reizen reagiert – wie sich das ganz konkret im Körper anfühlt! Ganz oben auf meiner Liste steht dabei die Erkenntnis, wie herausfordernd es ist, inmitten all dessen bei sich selbst zu bleiben!

Thich Nhat Hanh hat es, wie so oft, sehr treffend formulierte, als er sagte, dass wir Menschen im Alltag vergessen, dass wir einen Körper haben. Ich bin sicher, dass das ein Thema ist, das uns gesellschaftlich und kollektiv in den nächsten Jahren ALLE angehen wird, noch viel stärker als bisher schon! Und ich bin mir so sicher wie nie, dass ich genau hier auf dem richtigen Weg bin mit dem was ich tue und anbiete: die Verbindung zum Körper stärken – denn der Körper ist nicht einfach nur ein Transportmittel für den Kopf. 😉 Er ist der Ort, in dem das Leben stattfindet!

Coachingausbildung Nervensystem & Co

Obwohl die Ausbildung noch knapp zwei Monate geht, haben wir schon Anfang April den Zugang zum Alumni-Bereich bekommen. Das ist eine Online-Community für alle, die mal irgendwann die Nesc-Ausbildung absolviert haben. Hier finden monatliche Termine statt, um einzelne Aspekte weiter zu vertiefen, um weiter miteinander zu Üben und vor allem auch, um Fragen klären zu können, die sich in der eigenen Coaching-Arbeit mit Nesc ergeben. Ich bin echt begeistert, denn das ist wirklich wertvoll! Außerdem haben wir Zugriffe auf alle Calls, die stattgefunden haben, seitdem es diese Alumni-Community gibt und das sind schon ein paar Jährchen. Tolle Sache! 🙂

Meine Abenteuer als Yogalehrerin

Ich freu mich, dass es mir weiterhin gut gelingt, auch in der Woche, noch VOR der Arbeit Yoga zu üben. Das tut mir wirklich gut! Insgesamt experimentiere ich gerade damit, beim Üben noch mehr ins Spüren zu kommen und mir während und vor allem auch zwischen den Asanas genug Zeit zu nehmen, um innezuhalten und “einfach” meinen Körper zu fühlen.

In meiner Meditationspraxis bin ich weiterhin mit meinem Vipassane Experiment beschäftigt. Vielleicht ensteht daraus sogar ein Kurs 😉 Außerdem schreibe ich an einem Blogbeitrag über Yoga Lehrende, die mich inspirieren.

I do it MY way – im April

Für 2026 lautet meine Intention: I do it MY way. Und das Wort, das diese Intention begleitet ist: (in) Verbundenheit. Wie macht sich das nun in meinem Alltag bemerkbar? Dieser Frage will ich das Jahr über in meinen Monatrückblicken nachgehen.

more soon


Darüber habe ich diesen Monat gebloggt


Eselsohren des Monats

Wenn du mich schon eine Weile kennst, dann weißt du sicher, wie sehr ich Eselchen liebe. Mindestens genauso sehr, wenn nicht sogar noch etwas mehr, liebe ich gute Bücher. Ein Leben ohne Bücher ist sicherlich möglich, aber im Grunde sinnlos 😉 Für mich fügt Literatur meiner Existenz eine Ebene hinzu, auf die ich nicht verzichten möchte. Deswegen gehts hier auch explizit um Romane, und nicht um Fachbücher. Ich teile hier mit dir, was ich den Monat über gelesen habe und wie es mir gefallen hat. Lass dich gerne inspirieren!

Niemands Töchter von Judith Hoersch

Judith Hoersch erzählt in Niemands Töchter eine bewegende, vielschichtige Geschichte über Frauenleben, Familienbande und die oft komplizierte Verbindung zwischen Müttern und Töchtern. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Generationen von Frauen, deren Leben von unausgesprochenen Wahrheiten, Verletzungen, Erwartungen und zugleich von tiefer Liebe geprägt sind. Der Roman beleuchtet, wie familiäre Prägungen weitergegeben werden, wie sehr Herkunft unser eigenes Leben beeinflusst und wie schwer es manchmal ist, sich innerhalb dieser Bindungen selbst zu finden. Besonders eindrücklich zeigt Hoersch, dass zwischen Müttern und Töchtern häufig eine tiefe Verbindung besteht, voller Liebe, Sehnsucht und gegenseitigem Verständnis auf emotionaler Ebene, und dass sie dennoch oft aneinander vorbeileben, Missverständnisse entstehen und entscheidende Gespräche nie wirklich geführt werden. Das Buch macht deutlich, wie eng Liebe und Sprachlosigkeit innerhalb von Familien miteinander verwoben sein können und wie generationenübergreifende Erfahrungen Frauen formen.

Niemands Töchter hat mich tief berührt, weil Judith Hoersch mit großer Sensibilität und sprachlicher Klarheit über Beziehungen schreibt, die so universell wie individuell sind. Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch sie die Dynamik zwischen Müttern und Töchtern einfängt: diese tiefe Liebe, die oft selbstverständlich wirkt, aber zugleich von Verletzungen, Schweigen und verpassten Begegnungen überschattet sein kann. Ihre Figuren sind weder Heldinnen noch Schurkinnen, sondern Frauen, die ihr Bestes gegeben haben. Sie wirken vielschichtig, lebendig, verletzlich und nahbar.

Das Buch erinnert daran, dass wir selbst den Menschen, die wir am meisten lieben, manchmal nicht wirklich begegnen, weil alte Muster, Erwartungen oder unausgesprochene Gefühle zwischen uns stehen. Wir sprechen, aber wir reden nicht wirklich miteinander. Wir lieben uns, aber wir verstehen uns häufig nicht. Es gibt Dinge, die nie gesagt werden, Fragen, die nicht beantwortet oder garnicht erst gestellt werden, manchmal aus Rücksicht, manchmal aus Angst, manchmal deshalb, weil das Leben dazwischen kommt oder die Umstände einfach sind wie sie sind. Hoersch gelingt es, diese emotionalen Spannungen feinfühlig darzustellen, ohne zu urteilen oder je kitschig zu werden. Die Mischung aus Familiengeschichte, emotionaler Tiefe und ehrlicher Beobachtung weiblicher Beziehungen macht den Roman so lesenswert. Für mich ist Niemands Töchter ein intensives, kluges Buch über Liebe, Identität und das oft schwierige Erbe familiärer Bindungen.


Zeitreise in die April Rückblicke der letzten Jahre

Im selben Monat vor einem Jahr, vor zwei oder sogar vor drei Jahren – was war da los bei mir – im Business und Privat!? Eine spannende Frage um sich mit der eigenen Version von damals in Relation zu setzen. Lets have a look (einfach auf das jeweilige Bild klicken)


Und sonst so?

Shortcuts

  • Unser aktueller Bundeskanzler ist der am schlechtesten bewertete Kanzler seit Start der Forsa-Umfrage
  • Gänseküken im Teich inner Hees gesehen 🙂
  • ChatGPT gekündigt

zum ersten Mal gemacht

  • Gemeinschaftsdepot eröffnet
  • Authentifizierung per Video

doch nicht gemacht

  • Atmoersphere im Bollwerk in Moers
  • Konzi im Röschen

genossen

  • Ausflug nach Venray
  • Käsekuchen von meiner Ma
  • zufällig ne alte Freundin getroffen und zusammen Kaffee getrunken und Eis gegessen
  • zwei Straßenmusiker – ältere Typen, sehr stilvoll und echt ganz gut
  • mein erstes längeres freies Wochenende nach zwei Monaten krasser Arbeitsphase

inspirierend gefunden

  • die Crew der Artemis II und ihr Flug um den Mond – zuletzt ist die Apollo 1969 Richtung Mond geflogen
  • „I will never have the version of me again. Let me slow down and be with her.“ (Rupi Kaur)
  • Nur, wer das Risiki eingeht, zu weit zu gehen, kann herausfinden, wie weit man gehen kann.

Learnings

  • Jeder Tag ist ein Übungstag!
  • Es ist ein Unterschied, eine Meinung über etwas zu haben, oder etwas wirklich zu WISSEN, weil du es im Körper spürst und (er)lebst.

Dies und das

  • Auf einer Art inneren Nebenspur läuft seit geraumer Zeit ein Bewusstwerdungsprozess entlang der Frage: Was ist der Kern meiner Arbeit? Was ist der rote Faden, der all das, was ich erforsche, teile, anbiete, miteinander verbindet?

Farewell

  • Schauspieler Mario Adorf
  • das älteste Landlebenwesen: die Schildkröte Jonathan (1832 – 2026)
  • Künstler Georg Baselitz

Hier noch ein paar Bilder aus dem April:

Anfang des Monats war Eierfeier und Nestfest angesagt. Wir haben die Ostertage abwechslungsreich und angenehm entspannt verbracht. Zudem war es mein erstes langes Wochenende nach der doch sehr intensiven Einarbeitungsphase. Daher hab ich es doppelt genossen, ein paar Tage frei zu haben.
Karfreitag haben wir in Venray verbracht und da durfte natürlich auch ein Besuch in unserem Lieblingscafé nicht fehlen – eigentlich fahren wir nur deswegen dorthin 😉
Ostersonntag haben wir uns mit meiner Ma getroffen zu Kaffee und Kuchen, Quatschen und Abendessen – da ist übrigens auch draußen vor dem Eingang das Titelbild zu diesem Beitrag entstanden
Ich liebe es, durchs Jahr hindurch zu beobachten, wie sich der Ahorn auf Balkonien verändert. Auch wenn es eher aussieht wie im Herbst, dieses Bild ist Mitte April entstanden – die Blätter haben sich noch nicht ganz, aber schon deutlich entfaltet, in einem herzallerliebsten Rotbraun-Farbton. Jetzt zum Ende des Monats hin lässt sich schon kaum noch hindurchschauen 🙂
Mitte des Monats war ich mit meiner Ma nochmal Kaffeetrinken und dies war unsere Aussicht 🙂 Manchmal vergesse ich im Alltag, wie schön es ist, so direkt in der Nähe des Rheins zu wohnen!
Mein Liebster und ich haben auch nochmal ein neues Café ausprobiert, das schon länger auf unserer Liste stand – und für ganz gut befunden – mitten in Moers.

Und was steht an im Mai?

  • Seasons-Listen
  • Muttertag
  • Weinfest aufm Markt hier in X-Town
  • Siegfriedspektakel aka Mittelalterfest gegenüber bei uns im Park
  • Pfingsten

Wie war denn DEIN April? Schreibs mir gerne in die Kommentare! Ich freu mich von dir zu hören bzw zu lesen!


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