Yeah! Urlaub! Ab heute! Der erste in diesem Jahr. Die vergangenen Monate waren wild und nun warten zwei Wochen freie Zeit auf mich und meinen Liebsten. Wir fahren dieses Jahr allerdings nicht in den Urlaub. Der Grund ist schlicht und ergreifend, dass es sich in den Zeiten, in denen wir etwas hätten buchen können/müssen, nicht wirklich vorhersagen ließ, wann wir beide frei haben werden. Sicherlich lässt sich kurzfristig immer irgendwas finden und regeln, aber wir hatten beide nicht wirklich Lust, uns da Stress mit zu machen, warum auch?! Daher gibt es dieses Jahr eine Staycation, denn zuhause ist es doch auch ganz schön 😉 Und in diesem Beitrag dokumentiere ich, wie wir die Staycation in den nächsten zwei Wochen verbringen werden.
Was ist eine Staycation?
Ich persönlich definiere Staycation schlicht und ergreifend als „Urlaub zuhause“. Es umfasst Balkonien und den heimischen Garten ebenso wie den Wohnort sowie die nähere Umgebung, die im Rahmen von Tagesausflügen gut erreichbar ist. Staycation ist Englisch und verbindet die beiden Worte stay = (zuhause)bleiben und vacation = Urlaub.
Vor zwei Jahren hab ich sowas schonmal gemacht: das war meine/unsere Staycation 2024. Allerdings läuft es in diesem Jahr etwas anders, weil sich die Staycation nicht wie 2024 über den ganzen Sommer, sondern über die nächsten zwei Wochen erstrecken wird. Die Idee ist, dass mein Liebster und ich die kommenden 14 Tage mit einer Mischung aus Chillen und was unternehmen füllen. Ein paar grobe Ideen haben wir schon:
Unternehmungen
- Ausflug nach Venray (NL) in unser Lieblingscafé
- Ausflug ins Neandertal-Museum
- Das spezielle Café in Weeze ausprobieren
- Ausflug zu Kloster Kamp
- Ausflug nach Arcen
- Appeltern
Chillen
- Lesen
- Kneippen
- Mittagsschläfchen
- Yoga üben
- Morgenseiten schreiben
- Am See rumhängen oder am Rhein
Pufferzone – rauskommen und reinkommen
Das erste Wochenende brauche ich erstmal als Übergangsphase zwischen dem Alltags- und dem Urlaubsmodus. Da kann ich nicht so einfach umschalten. Mir hilft da, am besten erstmal garnix vorzuhaben und zu kucken, wonach mir ist. Meist ist das eine Mischung aus noch das ein oder andere erledigen und auch schonmal hier und da irgendwas einzubauen, das sich nach Urlaub anfühlt. Naja, das erste Urlaubswochenende ist ja im Grunde wie ein normales Wochenende. Ab Montag wirds dann spannend, wenn alle anderen arbeiten und ich/wir die freie Zeit und das süße Nichtstun genießen.
Freitagnachmittag – 24.07.
Im Grunde haben wir das gemacht, was wir fast jeden Freitag nach der Arbeit machen. Wir sind irgendwohin gefahren um einen Kaffee zu trinken und ein bisschen über die vergangenen Tage zu quatschen um damit mehr oder weniger die Arbeitswoche abzuschließen. Heute waren wir in Kleve. Manchmal gehen wir dann noch Kleinkram einkaufen, heute aber nicht. Abends sind wir essen gegangen. Da ist zufällig unser ehemaliger liebster Wing Tsun Lehrer vorbeigelaufen, der seit kurzem in X-Town wohnt um näher bei seinem Töchterlein zu sein, die um ihn herumsprang, während er das erzählte. Wie schön! Dann werden wir uns doch demnächst mal auf ein Käffcken treffen!! Anschließend sind wir zum Eiscafé rübergelatscht und haben noch draußen gesessen und was getrunken und immerhin dabei über uns selbst gelacht, wie wir da hängen irgendwo zwischen „komatöser Erschöpfung“ und „yeah, endlich Urlaub“. Guido hatte ne echt vollgepackte Woche und war davon ziemlich platt. Und bei mir hat es sich durch die Vertretungsvorbereitungen nochmal zusätzlich gestapelt zu dem, dass einfach die letzten Wochen wirklich viel zu tun war. An diesem wunderbaren Freitagabend wollte ich jetzt nur noch eins: endlich ins Bett und schlafen!
Samstag – 25.07.
Heute Morgen war ich ziemlich früh wach und hab erstmal auf Balkonien rumgesessen und dann in Ruhe Yoga geübt. Jetzt lege ich gerade diesen Blogbeitrag hier an. Gleich schreibe ich noch meinen Newsletter für kommenden Montag, Der macht dann auch Urlaub bis um 10.08. Ich hab auch tatsächlich vorhin nochmal kurz meinen Arbeits-Läppi angemacht, weil ich dachte, ich hab noch was wichtiges vergessen. Das musste ich unbedingt nochmal kurz nachschauen. War aber alles ok! Seit gestern Abend hatte mir das keine Ruhe gelassen. Ich kam mir ein bisschen vor, wie die Menschen, die diesen Tick mit der Herdplatte haben, wenn sie unterwegs sind: Oh mein Gott, hab ich die Herdplatte auch ausgemacht?! Oder hab ich die angelassen? Was ist, wenn es anfängt zu brennen? Vielleicht passiert dann dies und das und jenes und was soll nur werden!?! Mir ist bewusst, dass das ein Ausdruck von Stress ist, und die letzten Wochen waren WIRKLICH stressig! Ich hab mich also selbst innerlich dabei beobachtet, wie ich diese eine Sache da noch eben nachschaue, dabei feststelle, dass natürlich die Herdplatte ausgeschaltet ist, sprich: dass ich natürlich diese eine wichtige Sache, die mir seit gestern Abend im Kopf rumschwirrte, NICHT vergessen hatte mit auf die Liste zu schreiben, und hab dann (wohlwollend) mit dem Kopf schüttelnd und über mich selbst schmunzelnd den Läppi wieder zugeklappt. Endgültig! Is Urlaub jetzt!
Der Körper und vor allem das Nervensystem kommen nicht sofort auf Knopfdruck runter, nur weil jetzt der Urlaub beginnt. Viele werden dann auch erstmal krank oder kriegen Streit. Das ist das Ruckeln in einem Getriebe, das schon ziemlich heiß gelaufen ist und das nun einen Gang runterschalten soll. Der Körper braucht Zeit um sich umzustellen. Und je mehr das Nervensystem sich entspannt, desto mehr lassen auch die Sorgen nach, dass ich zB meiner lieben Kollegin, die meine Vertretung übernimmt, irgendein Chaos hinterlassen haben könnte und sie mich dann bis in alle Ewigkeit hassen wird, weil sie so viel zusätzliche Arbeit hatte während ich einfach losziehe und das Leben genieße 😉
Nach nem späten Frühstück ist Guido nochmal pennen gegangen. Mir tut zum Abschalten und auch zum Umschalten in den Urlaubsmodus eine Mischung aus Chillen und Bewegung gut. Ich hab mittags nicht gepennt, sondern bin ne Runde um den See geradelt und war kneippen. Als ich zurückkam, war Guido auch wieder wach und wir sind nochmal losgelatscht ins Städtchen aufn Eis und Käffcken. Vorm Durchgang zum Dom gab es einen kleinen Büchertrödel. Da hab ich „zufällig“ das „Tibetische Totenbuch“ gefunden. Das wollte ich schon lange mal lesen. Jetzt ist es von selbst bei mir angekommen.
Abends wollten wir eigentlich zu einer Party, die im Grunde ein jährliches privates kleines Festival ist. Die letzten zwei drei Jahre waren wir nicht dort, weil wir genau zu der Zeit in den Urlaub gefahren sind. In diesem Jahr sind wir zwar zuhause und hätten hingehen können, waren aber beide zu faul. Der Abend war entsprechend unspektakulär: biscken wat geglotzt und früh ins Bett gegangen.
Sonntag – 26.07.
Ich war relativ früh wach, Guido auch. Wir haben gefrühstückt und sind dann ne Runde um den kleinen See gelatscht. Wir haben ein Mittagsschläfchen gemacht und waren dann noch ein Eis essen und Kaffee trinken. Lesen, früh pennen. Das wars für heute 🙂
Staycation Teil 1: 27.07. – 02.08.
Montag – 27.07.

Es ist soooo geil an einem ganz normalen Werktag frei zu haben :)))) Wir sind frühstücken gegangen und dann nach Venray gefahren. Das ist ein niederländisches Städtchen, ca ne dreiviertel Stunde Fahrt entfernt. Da gibt es ein Café, dass wir irgendwann mal zufällig entdeckt haben und sehr lieben. Der Kaffee dort ist meeeeega lecker!!! Da es Mitte der Woche wieder so heiß werden soll und Ende der Woche in Venray die Kirmes startet, war heute ein guter Tag für den Ausflug. Ich wollte mir das Buch „De Sevensprong“ kaufen, um meine Niederländisch-Kenntnisse mal wieder ein bisschen aufzufrischen, aber leider gibts das nicht mehr über den regulären Buchhandel. Dann werde ich es wohl doch einfach online bestellen. Auf dem Rückweg haben wir Blaubeeren frisch von Feld gekauft und abends Blaubeerpfannekuchen gebacken. Das ist Sommer 🙂
Dienstag – 28.07.

Ich komm morgens eigenlich immer ganz gut ausm Bett und dennoch genieße ich es grad sehr, dass ich keinen Wecker stellen muss und einfach dann aufstehe, wenn ich von selber wach werde. Heute hab ich trotzdem noch ne Weile im Bett rumgelümmelt und gelesen. Herrlich! Dann hab ich in aller Ruhe Yoga geübt und nachm Frühstück sind wir nach Kleve gefahren. Ich bin auf der Suche nach neuen Trekking-Sandalen, hab aber bisher keine gefunden, die mir gefallen. Heute leider auch nicht. Guido hat sich neue Arbeitsklamotten gekauft. Weil unser Lieblingscafe diese Woche leider zu hat, und wir auf das alternative Lieblingscafe heute keine Lust hatten, haben wir spontan beschlossen auf dem Rückweg das Eiscafe in Kalkar zu besuchen. Da haben wir noch ein Stündchen rumgesessen, Eis gegessen, Kaffee getrunken und gequatscht. Abends waren wir noch kurz am Hafen.
Mittwoch – 29.07.

Heute Morgen wusste ich nicht direkt, welcher Wochentag heute ist, dh Bämmm, der Urlaubsmodus setzt sich langsam durch 🙂 Morgens hab ich zwei Ladungen Wäsche durch die Maschine gejagd und zum Trocknen aufgehängt. Nachm Frühstück sind wir eine Runde um den See geradelt. Es ist sooooo warm heute. Aufm Rad lässt es sich aber ganz gut aushalten. Anschließend waren wir kneippen, weil wir bei der Runde sowieso an einem der beiden Kneippbecken vorbeikommen. Ich liebe das Kneippbecken am See, weil das Wasser dort immer ein gutes Stück kälter ist als in dem Becken im Park. Außerdem ist es gesäumt von fetten Lavendelbüschen, die soooo gut riechen. Und der Ausblick ist auch toll. Drei vier Runden durchs kühle Nass waren einfach nur herrlich. Beim letzten Mal bin ich einfach direkt in den See gesprungen, nur in Unterbux, aber heute hatte ich keine Lust dazu, denn der See ist inzwischen schon ziemlich warm.
Wieder zurück haben haben wir uns ein Mittagsschläfchen gegönnt und sind dann nochmal von Schatteninsel zu Schatteninsel huschend ins Städtchen gelatscht auf einen Kaffee und ein kleines Eis. Leider hab ich in der Zwischenzeit die Post verpasst. Im Briefkasten lag ein Abholschein für meine Gäraufsetze, die ich nachbestellt habe. Dann werde ich wohl morgen oder Freitag zur Post eiern. Ich hab Kartoffelsalat fürs Abendessen gemacht und parallel dazu hier an dem Blogbeitrag weitergeschrieben während Guido die Pfanzen im Vorgarten gegossen hat. Nachm Essen haben wir nochn bisschen auf Balkonien rumgesessen.
Donnerstag – 30.07.

Morgens hab ich ausgiebig Yoga geübt. Beim Frühstück haben wir überlegt, was wir heute machen, konnten uns aber nicht wirklich entscheiden. Es standen einige Optionen zur Auswahl, aber irgendwie hatte wir zu nichts wirklich Lust. Also haben wir einfach nochmal ein Fahrrad-Tourchen gemacht. Das ist immer gut 🙂 Heute sind wir nicht um den See geradelt, sondern in die andere Richtung, durch die Felder und einen kleinen Wald. Aufm Rückweg sind wir allerdings nochmal am Kneippbecken vorbeigefahren. Das ist sooooo erfrischend! I love it!
Auch heute haben wir und wieder ein Mittagsschläfchen gegönnt. Was ein Luxus 🙂 Nachmittags sind wir nochmal zum Eiscafe gelatscht auf einen Kaffee. Das Wetter hatte ich merklich geändert. Am Morgen war es noch ziemlich heiß, so wie gestern, und jetzt plötzlich grau und windig. Richtung Ruhrgebiet ziehen heute ziemliche Unwetter durch und das sind wohl die Ränder davon. Im Verlauf des Nachmittags fing es dann auch an zu regnen. Für die Pflanzen war das leider trotzdem viel zu wenig, aber die Abkühlung tut gut. Im Eiscafe haben wir zufällig eine „alte“ Bekannte getroffen, die mit ihrer Tochter und Enkelin unterwegs war. Auch wenn sie von sehr bewegenden Ereignissen aus ihrer Familie erzählt hat, war es trotzdem so schön, sich mal wiederzusehen, oder vlt auch grad deshalb. Ich mag Menschen, die ECHT sind, und das ist sie 🙂 In solchen Situationen wird mir mal wieder bewusst, wie schade es ist, dass es hier in der Gegend keine guten Orte mehr gibt, an denen sich die Leute so treffen können, wie das früher über viele viele Jahre hier ganz normal war. Das fehlt mir!
Abends hab ich erst noch an meinem Monatsrückblick Juli 2026 gewerkelt und dann haben wir auf Balkonien rumgesessen, in der Hoffnung ein paar von den vielen vielen Sternschnuppen zu sehen, die heute durch den Nachthimmel zischen sollen, aber nicht eine einzige war in Sicht! Heute ist Vollmond. Der Nachthimmel war einfach viel zu hell für Sternschnuppen. Manno!
Freitag – 31.07.

Im Haus waren den Vormittag über Handwerker am Start. Wir haben gefrühstückt und sind dann vor dem Lärm geflüchtet. Zuerst hab ich bei der Post mein Paket abgeholt. Und dann sind wir nach Moers gefahren, ein bisschen durch die Stadt gebummelt und waren dann in einem unserer Lieblingscafés einen Kaffee trinken, Leute kucken und über Gott und die Welt quatschen. Wir waren erst nachmittags zurück – und die Handwerker zum Glück fertig mit ihrem Tagewerk. Weil wir noch was einkaufen mussten, was wir aber zu Fuß erledigen wollten, waren wir unterwegs in x-town am Markt noch was trinken. Dort haben wir einen alten Bekannten mit seiner Frau getroffen, die genau wie ich, auch morgen Geburtstag hat. Das war ein schöner Zufall, weil wir uns wirklich selten über den Weg laufen.
Ein anderer alter Bekannter von uns hat Anfang Juli ein kleines Restaurant neu eröffnet. Da sind wir am frühen Abend hingeradelt. Weil es auf dem Weg liegt, haben wir vorher noch einen Zwischenstopp am Kneipp-Becken gemacht um ein paar Runden durchs kühle Nass zu drehen. Es war schön sich wiederzusehen – leider nur kurz, weil es ziemlich voll war und der Gute in der Küche alle Hände voll zu tun hatte. Das Essen war so gut, wie in dem Lokal auch vorher schon und wir kommen bestimmt bald wieder. Danach wollten wir eigentlich nur kurz auf dem Rückweg am Hafen was trinken, aber aus Kurz wurde Lang. Denn wie sich rausstellte gab es richtig gute Live-Musik. Und wir haben auch hier wieder völlig zufällig ein paar Freunde und Bekannte getroffen, die genauso zufällig wie wir in diese Veranstaltung hineingeraten waren, naja und auch der Wein floss heute Abend irgendwie auch wie von selbst 😉 Nice 🙂
Samstag – 01.08.

Happy Birthday to myself. Mit dem heutigen Tag bin ich auf dieser Erde 54 Runden um die Sonne gereist. Morgens hab ich erstmal das Päckchen von meiner Tante ausgepackt, das schon letzte Tage angekommen ist. Danach hab ich in Ruhe Yoga geübt. Guido ist während dessen einkaufen gefahren und hat nicht nur Sachen fürs Frühstück mitgebracht, sondern auch einen fetten Geburtstagsblumenstrauß mit Sonnenblumen :)))
Mittags sind wir Richtung Krefeld gefahren, haben meine Ma getroffen und haben den Nachmittag verbracht mit Eisessen, Kaffeetrinken und auch noch einem kleinen Spaziergang in alten heimatlichen Gefilden. Abends war ich voll platt, wahrscheinlich von von gestern 😉 Ich hatte dieses Jahr eh nicht wirklich Bock zu feiern. Hab ich auch nicht gemacht. Gestern Abend war eine coole spontane Aktion. Der Abend heute war ruhig und auch ziemlich früh zuende
Sonntag – 02.08.

Den Morgen hab ich ziemlich chillig verbracht, zB mit dem Lesen von Geburtstagsgrüßen, die ich gestern Abend garnicht mehr gesehen hatte. Auch heute im Laufe des Tages sind noch ein paar nachträgliche gute Wünsche eingetrudelt, über die ich mich sehr gefreut habe 🙂 Guido hat Frühstück gemacht. Ich hab in der Zwischenzeit den Blogbeitrag hier wieter befüllt und auch noch an meinem Monatsrückblick Juli 2026 weitergeschrieben. Anschließend haben wir uns auf die Räder geschwungen um ein Ründchen zu drehen. Aufm Rad lässt sich die Wärme, die sich schon wieder so langsam aufbaut, ganz gut aushalten, finde ich, und somit ist es eine gute Gelegenheit, sich trotz Wärme doch immer auch ein bisschen zu bewegen. Aufm Rückweg haben wir noch einen Abstecher zum Kneip-Becken am See gemacht. Ich kann garnicht genug davon kriegen, weil ich es soooo erfrischend finde. Heute haben das allerdings wohl mehrere Leute so gesehen, denn es war ziemlich voll, ZU voll für meinen Geschmack. Daher war unser Besuch etwas kürzer heute. Das anschließende Mittagsschläfchen fiel dafür umso länger aus.Und auch das heutige Kaffeekränzch in X-Town am Markt war recht ausgiebig. Wir haben Leute gekuckt, gequatscht und überlegt, was wir nächste Woche unternehmen wollen. Abends hab ich ne Spinat-Quiche gebacken, die richtig gut geworden ist und sau lecker war.
Staycation Teil 2: 03.08. – 09.08.
Montag – 03.08.

Morgens hab ich in Ruhe Yoga geübt und weil es einfach zu warm war, um irgendwas draußen zu machen, hab ich mein Zimmer aufgeräumt. Das war ehr als nötig. Es ist gleichzeitig auch mein Büro. Irgendwie stapelt sich schon länger sämtlicher Kram überall, sodass ich nur noch von A nach B stapel und zwischendurch alles bei C türme, um es wieder zurück zu stapeln. Damit ist jetzt Schluss. Die ganze Aktion hat zwei drei Stunden gedauert. Das (Gäste)Bett hab ich auch direkt noch frisch bezogen. Guido hat irgendwas bei sich im Zimmer am PC gemacht. Danach haben wir ein Mittagsschläfchen gemacht und sind dann zum Eisessen und Kaffeetrinken nach Rheinberg gefahren – über zig Umwege, weil überall gebaut wird und die Straßen neugemacht werden.
Auf dem Rückweg waren wir im Baumarkt, weil ich noch ein Brett brauchte, das ich als Werkbank umfunktionieren will. Ich hatte mir das letzte Tage schonmal angeschaut und heute Vormittag rumprobiert und ausgemessen, ob das so passend würde, wie ich mir das denke. Tut es! Cool!
Dienstag – 04.08.

Nach dem Aufstehen sind wir mehr oder weniger direkt durchgestartet, haben Frühstück für unterwegs eingekauft und sind dann nach Kleve gefahren. Schon zwischen Marienbaum und Kalkar, also ein ganzes Stückchen vor Kleve, lag Brandgeruch in der Luft, den wir uns zunächste nicht erklären konnten. Richtung Kleve nahm der immer mehr zu. Auch die Luft schien dadurch leicht diesig zu sein. Wir haben in der Oberstadt geparkt und sind dann von da aus ins Städtchen gelatscht, einfach nur so zum bummeln und Leute kucken. Wir waren dann in unserem Lieblingscafe und dort haben wir dann auch erfahren, dass in der Nähe von Venray, da wo wir letzte Woche noch waren, fette Waldbrände ausgebrochen sind. Das ist ca 50 km entfernt und trotzdem sind Geruch und Qualm des Brandes bis hierhin spürbar. Wie krass muss das erst in ummittelbarer Nähe eines solchen Brandes sein, oder zB auch bei den riesen Bränden, die grad in Spanien, Frankreich und Griechenland wüten.
Auf dem Rückweg haben wir ein paar Pflanzen gekauft. Die kommen teilweise auf Balkonien und teilweise in den Vorgarten. Guideo will auch noch das ein oder andere, was schon da ist, umpflanzen. Bin gespannt, was er da wieder tolles zaubert 🙂 Zuhause angekommen, haben wir erstmal alles ausgeladen und ich hab mich dann endlich daran gemacht, das Waschmittelfach und vor allem auch das Fluselsieb der Waschmaschine sauberzumachen. Das will ich schon seit Wochen. Alter Schwede! Das Fluselsieb war sooooo ekelhaft! Keine Ahnung, wann ich das zuletzt gereining habe? Hab ich das überhaupt schonmal gemacht in all den Jahren, in denen wir die Waschmaschine schon haben?!?
Abends hatten wir nach dem Abendbrot spontan Lust nochmal ein Ründchen mit dem Rad zu drehen. Sonst überlegen wir uns meist, wo wir konkret langfahren. Heute sind wir einfach der Nase gefolgt. Das hat Spaß gemacht. Hat sich ein bisschen angefühlt wie früher in den Sommerferien, wenn man als Osel nochmal ne Runde dreht nur um zu kucken, ob keiner kuckt :))) Außerdem ist es auf dem Rad gefühlt auch nicht so warm, wie bei einem Spaziergang UND danach schläft es sich auch gut 🙂
Mittwoch – 05.08.

Seit März 2025 dokumentiere ich immer am 5. des Monats meinen Tag in einem Blogbeitrag, und zwar entlang der Frage „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ Dementsprechend gibt es heute dazu den #wmdedgt-Beitrag für den 05. August 2026, den ich heute im Laufe des Tages geschrieben habe.
Donnerstag – 06.08.

Den Vormittag haben wir einfach irgendwie rumgedümpelt. Mittags sind wir dann Richtung Krefeld gefahren. Unterwegs haben wir einen Zeppelin gesehen, der fast direkt über uns drübergeflogen ist. Nach einem Zwischenstopp in Niep an der Bauernwaren, sind wir mitten in Krefeld angekommen und erstmal ein bisschen rumgebummelt. Ich wollte unbedingt in den großen China Supermarkt. Außerdem haben wir entdeckt, dass in der Fußgängerzone in Kürze ein weiterer China Supermarkt eröffnet. Bin gespannt. Im Sportgeschäft hab ich nochmal nach Trekking Sandalen geschaut, aber leider auch hier keine gefunden, die mir gefallen. Im Grunde scheinen die für dieses Jahr schon mehr oder weniger ausverkauft zu sein.
Wir haben dann erst ein zwei Stündchen in nem Cafe rumgesessen, sind dann noch ein Ründchen weitergelaufen, haben eine Pizza to go gegessen und sind dann zum Museum gelatscht. Dort war es zum heutigen Museumsabend schon ziemlich voll. Der findet immer am ersten Donnerstag des Monats statt. Heute hat mich die neue Ausstellung allerdings nicht so gecatched, aber das macht nix, denn im Sommer ist es auch ganz nett, einfach im Innenhof rumzusitzen. Meine Ma war auch schon da und auch einer der ältesten Freunde von ihrem leider schon verstorbenen Lebensgefährten und meinem geliebten väterlichen Freund und Kunstpartner in Crime. Heute war er mit seinem Bruder zusammen da, der viele Jahre in Paris gelebt hat und nun aus familiären Gründen (erstmal) wieder in Krefeld gelandet ist. Den fand ich total sympathisch!
Vom Museum aus sind wir alle zusammen eine Straße weiter zum Irish Pub gelatscht. Und dort haben wir den restlichen Abend verbracht. Das machen wir fast jedes Mal, wenn wir uns am Museumsabend treffen. Ich hab noch ne Runde nachträglich zu meinem Geburtstag ausgegeben. Später am Abend haben wir alle nochmal Hunger bekommen und noch was gegessen und am Ende haben wir uns zu fünft ins Auto gequetscht und ich hab alle nach Hause gebracht.
Freitag – 07.08.
Wir haben lange gepennt, waren frühstücken und sind dann nach Kleve gefahren. Dort waren wir erst einkaufen und haben dann ein zwei Stündchen in unserem Lieblingscafe rumgesessen um zu quatschen und den leckersten Kaffee weit und breit zu trinken. Zufällig haben wir dort jemanden getroffen, der früher mal in dem Cafe gearbeitet hat. Das war total schön, sich mal wiederzusehen und vor allem auch mitzubekommen, dass es ihm so gut geht 🙂 Wieder zurück zuhause haben wir die Einkäufe eingeräumt, ein kurzes Päuschen gemacht und sind dann Essen gegangen. Es war mega voll und wir mussten einen Moment warten, bis ein Tisch draußen frei wurde. Nach dem Essen sind wir nach Hause gekugelt. Erst abends, als ich noch an dem Blogbeitrag hier weitergeschrieben habe, ist mir aufgefallen, dass ich heute überhaupt keine Fotos gemacht habe.
Samstag – 08.08.

Es war ein ziemlich verschlafener Morgen vor einem mal wieder ziemlich heißen Tag, nachdem die letzten zwei drei Tage ausnahmsweise mal ein bisschen „kühler“ waren, also nicht üner 30°. Ich hab auf Balkonien gelesen und dann in Ruhe Yoga geübt. Wir haben gefrühstückt und haben dann ein längeres Radtourchen gemacht, bei dem am Ende natürlich ein Abstecher zum Kneipp-Becken am See nicht fehlen durfte. Auch unterwegs haben wir schon eine willkommene Erfrischung erhalten. Wir sind nämlich an einem Feld vorbeigefahren, dessen Bewässerungsanlage einen hohen Bogen bis auf den Radweg gesprüht hat. Ausweichen war nicht möglich. Wollten wir auch garnicht, denn es war schon wieder ziemlich warm und daher jeder Erfrischung willkommen. Dieser unerwartete Regenguss war üppiger als gedacht und hat neben der Erfrischung auch für ne Menge Gelächter gesorgt. Durch den Fahrtwind und die Wärme warenwir auch schnell wieder trocken. Leider 😉 Aber bis zum Kneipp-Becken war es da nicht mehr weit. Wieder zurück in X-Town sind wir nicht sofort nach Hause gefahren, sondern waren erst noch einen Kaffee trinken und ein kleines Eis essen.
Back home habe ich den Newsletter geschrieben, denn meine Backstage News gehen am Montag, wenn mein Urlaub vorbei ist, auch wieder weiter. Danach hab ich eine Quiche gebacken und an dem Blogbeitrag hier weitergeschrieben, während Guido den Vorgarten gewässert hat. Zwischendurch musste ich noch kurz zur Mühle, weil wir kein Creme fraiche mehr hatten. Zum Glück war es da nicht so voll mit Touri´s wie sonst schonmal gerne am Wochenende.
Vorm Essen hab ich noch kurz mit meiner Ma telefoniert. Und nach dem Essen haben wir uns nochmal auf die Räder geschwungen um ein bisschen durch die Gegend zu cruisen. Das war schön, in der Abendsonne unterwegs zu sein. UND wir haben ein Igelchel gerettet. Das saß irgendwo im Gewerbegebiet mitten auf der Straße und schnuffelte da an irgendwas rum, blieb daber aber beharrlich mitten auf der Straße. Da noch einige Autos unterwegs waren, wäre es bestimmt früher oder später überfahren worden. Ich hab angehalten, um es auf den Grünstreifen zu scheuchen, aber es machte keinerlei Anstalten, sich da wegzubewegen. Guido kam dazu und es hielt auch noch ein andere Typ an, der praktischerweise ein altes Handtuch im Auto hatte. Damit haben wir das Igelchen rüber an den Feldrand getragen :)))

